10 Auszeichnungen mit Förderpreisen

Insgesamt wurden 22 aus 623 eingereichten Projekten ausgezeichnet. Zehn dieser Projekte setzten sich besonders intensiv und geschickt mit aktuellen Herausforderungen in der Nachbarschaft auseinander. Sie wurden über die Auszeichnung hinaus von der Stiftung mit einem Förderpreis unterstützt.

 

Auf-gute-Nachbarschaft-VorschaubildDen Fremden ganz nah: Anwohner im Stadtteil Oberricklingen in Hannover heißen Flüchtlinge aus aller Welt willkommen und leisten wichtige Integrationsarbeit. Nach massiven Protesten gegen die Einrichtung eines Asylbewerberheimes in Hannover-Oberricklingen hat sich 2012 der „Nachbarschaftsrat“ gegründet. Die Mitglieder organisierten Sprachkurse, gemeinsame Feste, sammeln Spenden, wollen Berufspraktika vermitteln und helfen im Alltag. Ein Beispiel für beeindruckende Zivilcourage.

Darstellung in Projektdokumentation „Neue Nachbarschaft – der Preis 2013“

Beroma.VorschaubildKleiner Laden- große Wirkung: Ein Geschäft macht pleite, die Nachbarschaft antwortet unternehmerisch. Um nach der Insolvenz weiter direkt vor Ort den Einkauf mit Dingen des täglichen Bedarfs erledigen zu können, entschließt sich der Bürgerverein im Stadtteil Hasseldelle in Solingen eine Genossenschaft zu gründen und das Geschäft weiterzuführen. Viele Bewohner werden Mitglieder. Heute ist der Laden mehr als nur ein Einkaufsort. Ein Tante-Emma-Laden, wie er im Buche steht.

Darstellung in Projektdokumentation „Neue Nachbarschaft – der Preis 2013“

Website des Projekts: www.beroma.de

Famiien-Sport-Cafe-VorschaubildSportverein plus: Die SG Bornheim Grün-Weiss in Frankfurt am Main engagiert sich weit über ihr Kerngeschäft – den Sport – hinaus für ein friedliches und gemeinschaftliches Zusammenleben der Nachbarn aus unterschiedlichen Herkunftsländern. Im vereinseigenen Kinder- und Familienzentrum kommen heute täglich viele verschiedene Nationalitäten zusammen. Herzstück ist das von Müttern betriebene, integrative Familien-Sport-Café, das für alle Nachbarn im Stadtteil offen steht.

Darstellung in Projektdokumentation „Neue Nachbarschaft – der Preis 2013“

Website des Vereins: www.sgbornheim.de

Ideenwerkstatt-Dorfzukunft-VorschaubildEin bisschen Bullerbü in Süd-Niedersachsen: Die »Ideenwerkstatt Dorfzukunft« der drei kleinen Dörfer Flegessen, Hasperde und Klein-Süntel bei Hannover in Niedersachen hat ein großes Ziel: die eigene Zukunftsfähigkeit. Mit vielen engagierten, kreativen Projekten versuchen die Mitglieder ihre Gemeinschaft zu stärken und neue Bewohner zu werben. Ein Beispiel für mehr Lebensfreude auf dem Land statt Landflucht. Und ein Beispiel dafür, wie sich Nachbarn in Eigeninitiative für eine langfristig gesicherte und ökologisch orientierte Zukunft ihrer bedrohten Heimat einsetzen.

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Website des Projekts: www.ideenwerkstatt-dorfzukunft.de

Kultwache-Rathausstern-VorschaubildDie Immobilie als Motor für die Nachbarschaft: Eine Gruppe junger Leute möchte die ehemalige, heute leerstehende Polizeiwache im Berliner Bezirk Lichtenberg kaufen und zu einem neuen kulturellen Mittelpunkt für ihre Nachbarschaft machen. Eine Kinder-Tagesstätte, ein Kiez-Treff und preisgünstige Wohnungen sollen geschaffen werden. Dafür wagen sich die Projektmacher sogar ins Haifischbecken des Berliner Immobilienmarktes. Dies alles gelingt natürlich nur, wenn das öffentliche Grundstück nicht an den Meistbietenden, sondern an diejenigen mit den größten nachbarschaftlichen Ambitionen vergeben wird.

Darstellung in Projektdokumentation „Neue Nachbarschaft – der Preis 2013“

Website des Projekts: www.rathausstern-lichtenberg.de

Migrantisch-VorschaubildSprache verbindet: Die Idee ist genauso einfach wie effektiv. Muttersprachler bringen interessierten Nachbarn in Wuppertal ihre Sprache bei und damit auch gleich ihre Kultur näher. Und sie tun dies an Orten, an denen sich Nachbarn im Alltag begegnen – zum Beispiel im türkischen Kiosk, in der italienischen Pizzeria oder dem polnischen Nagelstudio. Die Initiative „Migrantisch“ organisiert die nachbarschaftlichen Sprachkurse und bringt die Sitzgelegenheit gleich mit.

Darstellung in Projektdokumentation „Neue Nachbarschaft – der Preis 2013“

Website des Projekts: www.migrantisch.de

Nachbarschaft-zweite-Familie-VorschaubildNachbarschaftshilfe emanzipiert: In der Hochhaussiedlung Bremen-Tenever haben sich Frauen aus allen Ecken der Welt zu einer Gruppe zusammengeschlossen und so ein stabiles Nachbarschaftsnetz geschaffen. Sie treffen sich regelmäßig, unternehmen gemeinsam Ausflüge, unterstützen sich und lernen Neues. Teilweise brechen sie mit ihrem traditionellen Rollenbild und entwickeln ein neues Selbstbewusstsein. Das Leben in der gleichen Siedlung, das Interesse an den Kulturen der Anderen und die Herausforderungen des Alltags verbinden sie. Die Gruppe ist für die Frauen zur zweiten Familie geworden.

Darstellung in Projektdokumentation „Neue Nachbarschaft – der Preis 2013“

Mirke-VorschaubildVon kreativen Freischwimmern: Das ehemalige Freibad im Wuppertaler Stadtteil Mirke ist für viele Nachbarn eine positiv besetzte Kindheitserinnerung und mit dem Gefühl von Heimat verbunden. Nun soll das von der Kommune stillgelegte Freibad wieder zum Leben erweckt werden. Seit zwei Jahren engagiert sich dafür eine bunt gemischte Gruppe aus Sportlern, Nachbarn und Künstlern. Ein großes und mutiges Vorhaben – ein ambitionierter Rettungsplan steht, damit bald wieder Wasser ins Becken gelassen werden kann.

Darstellung in Projektdokumentation „Neue Nachbarschaft – der Preis 2013“

Website des Projekts: www.pro-mirke.de

Tag-der-offenen-Hinterhöfe-VorschaubildLieber grün als grau: Das Projekt »Tag der offenen Hinterhöfe« in Hagen setzt sich für die Verschönerung des sanierungsbedürftigen Stadtteils Wehringhausen ein. In Eigeninitiative begrünen und bepflanzen Bewohner ihre Hinterhöfe. Und sie öffnen diese neuen Orte auch einmal im Jahr für interessierte Nachbarn. Der Blick in die Hinterhöfe ist dabei weit mehr als eine kleine Gartenschau. Man lernt sich kennen und trifft sich wieder, weiß etwas mehr über die Lebenssituation und die Vorlieben des Nachbarn.

Darstellung in Projektdokumentation „Neue Nachbarschaft – der Preis 2013“

Website des Projekts: www.tag-der-offenen-hinterhoefe.de

Lunow-VorschaubildAlte Schule – Neue Zukunft: In dem kleinen Ort Lunow an der deutsch-polnischen Grenze rettet eine ehrenamtliche Initiative das vom Verfall bedrohte ehemalige Schulhaus und nutzt es nun als Begegnungszentrum. Mit viel Hingabe und Einsatz haben sich die Lunower selbst einen Nachbarschafts-Treffpunkt für kulturelle Angebote, für Kinder, Jugendliche, Alte und Familien geschaffen. Ihr erklärtes Ziel: Das Dorf soll liebenswert bleiben. Die neuesten Pläne haben mit einem Drachenboot und einem Traktor-Shuttle zu tun.

Darstellung in Projektdokumentation „Neue Nachbarschaft – der Preis 2013“

Website des Projekts: www.bgz-lunow.de