Foto: Frauke Burgdorff

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Vier Stadtfinder-Stipendiaten für NRW ausgewählt!

Insgesamt 27 Einzelbewerber*innen und -teams hatten sich auf das Stadtfinderstipendium beworben. Da das Auswahlgremium (Brigitte Karhoff – Kooperativ e.G. NRW, Marcus Voelker – wohnbund e.V. und Frauke Burgdorff – Kooperativ e.G. NRW) so begeistert von den Ideen der Bewerber*innen war, sind aus geplanten drei Stipendien sogar vier geworden. Wir, die Montag Stiftung Urbane Räume finanzieren mit. Hier sind die Gewinner:

Die vier Stipendiat*innen bringen unterschiedliche Erfahrungen, Talente und Engagements ein:
Die jüngste in der Runde ist Carlotta Tonveronachi (19, Köln). Sie ist Geographie-Studentin und sammelt gerade die konkrete Erfahrung, wie aus Gemeinschaft Gemeinwohl entstehen kann im Schmittmann-Kolleg. Sie möchte sehr offen an das Thema heran gehen und Menschen aus ihrem Umfeld befragen, wie sie gerne wohnen und leben wollen, wenn sie in Gemeinschaft wohnen und leben wollen. Auf dieser Basis möchte sie dann auf die Suche nach für diese Menschen passenden Projekten gehen.
Dann sind zwei sehr unterschiedliche Aktivisten im Team. Dennis Kröger (24, Bochum) und Christian Wagemann (28, Duisburg). Dennis Kröger ist Soziologe, Mitglied in einem Hackerspace, sehr verwurzelt in der Maker-, Hacker und Open-Data- Szene. Er hat eine journalistische Ader und bringt die Ambition mit, die gefundenen Projekte gut zu präsentieren und zu vernetzen. Christian Wagemann ist Betriebswirt und Soziologe. Er möchte gerne mit dem Wissen, was er im Stipendium aufbauen kann Lösungen für seinen Wohnort Duisburg und das gesamte Ruhrgebiet entwickeln. Er ist schon heute in diversen Projekten als Stadtmacher aktiv.
Und schließlich ist dabei die Architektin und Wissenschaftlerin Lillith Kreiß (26, Köln), die dringend heraus finden will, wie die öffentliche Hand Stadtmachern Türen öffnen kann, damit sie mit ihrer kreativen und nachbarschaftlichen Energie wirksam werden können. Sie untersucht im Rahmen ihrer Masterarbeit gerade die Wirkung autonomer Zentren auf die Stadt.
Das Stipendium startet offiziell im März 2018, Ende August wird es beendet sein. Es wird voraussichtlich im September 2018 eine Abschlusspräsentation und eine Dokumentation geben.
Ab März 2018 wird es hier regelmäßig von den Stipendiat*innen berichtet.

Stadtfinder-Stipendium in Kürze: Der bundesweit aktive wohnungspolitische Verband wohnbund e.V. vergibt in diesem Jahr zum ersten Mal vier Stadtfinder-Stipendien mit dem Schwerpunkt Nordrhein-Westfalen. Bis zum 20. November konnten sich engagierte Menschen unter 30 bewerben. Vier von den insgesam 27 Bewerbungen wurden ausgewählt. Sie sollen sich von Anfang bis Mitte 2018 auf die Suche nach jungen Aktivisten machen, die in Nordrhein-Westfalen Quartiers-, Wohn- und Stadtentwicklungsprojekte auf die Beine gestellt haben, und die Verantwortung für ihre Stadt und ihre Nachbarschaft übernehmen. Die Stipendien sind darüber hinaus frei und kreativ zu verwenden. Sie bekommen jeweils 3000 Euro.
Das Stipendium wird kooperativ finanziert von dem wohnbund e.V., der Stiftung trias, der GLS-Treuhand, der Montag Stiftung Urbane Räume gAG, der Wohnbund-Beratung GmbH, der Kooperativ eG NRW und BURGDORFF STADT.

 

 

Autor/en

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Kristin Gehm Seit der ersten Stunde der Montag Stiftung Urbane Räume 2006 ist Kristin Gehm mit an Bord. Erst zum Thema Pädagogische Architektur tätig, ist sie seit 2014 ein Teil des Teams Neue Nachbarschaft. Sie hat in Nürnberg Architektur und in Bamberg Denkmalpflege studiert, bevor sie 2004 in Dortmund im Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung ihr Berufsleben begonnen hat.