Foto: pixabay/bente jønsson

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Drei Stadtfinder-Stipendien in NRW ausgelobt!

Der bundesweit aktive wohnungspolitische Verband wohnbund e.V. vergibt in diesem Jahr zum ersten Mal drei Stadtfinder-Stipendien mit dem Schwerpunkt Nordrhein-Westfalen. Bis zum 30. November können sich engagierte Menschen unter 30 bewerben. Vielleicht auch was für Euch?!

Die Stipendiaten sollen sich von Anfang bis Mitte 2018 auf die Suche nach jungen Aktivisten machen, die in Nordrhein-Westfalen Quartiers-, Wohn- und Stadtentwicklungsprojekte auf die Beine gestellt haben, und die Verantwortung für ihre Stadt und ihre Nachbarschaft übernehmen. Eine Jury wählt Anfang Dezember drei Stipendiaten aus. Sie bekommen für diesen Zeitraum jeweils 3000 Euro, reisen durch NRW und treffen Engagierte vor Ort in Städten und Dörfern, auf dem flachen Land und in den Bergen.

Vor welchen Problemen stehen die Menschen, die sich für ein Kulturzentrum, ein Bürgerhaus oder ein alternatives Wohnprojekt in ihrer Nachbarschaft engagieren? Und wie finden sie gemeinsam Lösungen? Am Ende soll ein buntes und detailreiches Kaleidoskop zeigen, wie Stadtentwicklung aussehen kann, wenn sie nicht von Renditeerwartungen getrieben wird, wenn sie dem Gemeinwohl verpflichtet ist und kooperativ gestaltet wird. Die Perspektive der jüngeren Generation soll dabei den Blick auf das Engagement lenken, das für die „alten Hasen“ bislang nicht sichtbar war. Die Stipendiatinnen und Stipendiaten sollen die Brücke in die nächste Generation bauen und ihnen zeigen, wie junge Stadtmacher in die Zukunft investieren, welche Vorstellungen sie haben vom guten Leben in der Stadt, von Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit.

Die Auslober wollen so junge Menschen fördern, die sich für eine kooperativere, am Gemeinwohl orientierte Stadtentwicklung einsetzen. Betreut werden sie von Experten, die derzeit an der Gründung der Genossenschaft „Ko-Operativ eG NRW (i. Gr.)“ arbeiten. Sie und die Auslober erhoffen sich vom Einsatz der Stipendiatinnen und Stipendiaten frische Ideen und neue Netzwerke. Unterstützt wird das Stipendium von der Stiftung trias, der GLS Treuhand und der Montag Stiftung Urbane Räume.

Mehr Infos findet Ihr hier

 

 

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Kristin Gehm Seit der ersten Stunde der Montag Stiftung Urbane Räume 2006 ist Kristin Gehm mit an Bord. Erst zum Thema Pädagogische Architektur tätig, ist sie seit 2014 ein Teil des Teams Neue Nachbarschaft. Sie hat in Nürnberg Architektur und in Bamberg Denkmalpflege studiert, bevor sie 2004 in Dortmund im Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung ihr Berufsleben begonnen hat.