Werkstatt Neue Nachbarschaft in Bremen - Foto: Sandra Scholten

Werkstatt Neue Nachbarschaft in Bremen - Foto: Sandra Scholten

Städtenetz Soziale Stadt diskutiert zu „Sicherheit und Kriminalprävention“

Das Städtenetz Soziale Stadt NRW lädt ein: Am 5.9.2017 in Bochum geht es um das Thema Sicherheit und Kriminalprävention. Eine spannende und kritische Auseinandersetzung mit dem Thema ist geplant. Diskutiert mit!

Das Thema „Sicherheit und Kriminalprävention“ stellt ein bedeutendes für die jeweiligen Sozialräume und Quartiere dar. Dabei ist das subjektive Gefühl, warum manche Räume als sicherer oder unsicherer als andere empfunden werden, nicht immer deckungsgleich mit den objektiv vorhandenen Gegebenheiten. Manches Thema, das unter „Sicherheit“ diskutiert wird, zeigt andere gesellschaftliche Anforderungen auf, die in den richtigen Kontext gestellt werden müssen. Gerade in den Quartieren der Sozialen Stadt leben oftmals mehrere unterschiedliche Gruppen, die Nutzungskonflikte und das Austarieren von Toleranzschwellen herbeiführen können.

In vielen Städten hat sich gezeigt, dass die Verknüpfung von kriminalpräventiven, gestalterischen und sozialen Strategien und Maßnahmen nachhaltige Wirkungen zeigt. Dies erfordert auch die Zusammenarbeit von verschiedenen Akteuren und Fachgruppen in der Verwaltung und den Institutionen, von Wohnungsunternehmen, Polizei, Gewerbe, Verbänden, Vereinen und der Bewohnerinnen und Bewohner. Konkrete Zuständigkeiten und Anlaufstellen, wie Quartiersbüros in den Programmgebieten der Sozialen Stadt wirken hier unterstützend.

Nicht zuletzt sind die bestehenden Nachbarschaften, das Gefühl der „Verantwortung“ für das eigene Wohnumfeld sowie das Aufgreifen des Themas in Stadtteilrunden von Bedeutung für die Weiterentwicklung von lebenswerten und qualitätsvollen Quartieren.

Auf der nun dritten  Werkstatt im Rahmen der Werkstattreihe „Sozialraumorientierung“ wollen wir diskutieren

–              Welche typischen Situationen werden als „bedrohlich“ wahrgenommen?

–              Welche Einflüsse haben baulich-gestalterische, soziale und organisatorische Aspekte?

–              Welche Konzepte sind beispielgebend?

–              Was sollte in der Sozialen Stadt und der Stadtentwicklung stärker beachtet und weiter entwickelt werden?

Hierzu wird Ralf-Zimmer Hegmann vom Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung (ILS) einen Einführungsvortrag halten. In drei Werkstattgruppen werden dann in moderierter Form die einzelnen Themenschwerpunkte vertieft. Weitere Inhalte im Programm: Werkstatt(3)_Staedtenetz_05_09_2017.

Ort und Zeit der Veranstaltung: Q1 (Halbachstraße 1, 44793 Bochum) von 10 – 15 Uhr

Anmeldungen bei der Geschäftsstelle Städtenetz Soziale Stadt: luise.jaeger@amt68.essen.de oder Tel: 0201 88-68345

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Antje Eickhoff Team Neue Nachbarschaft der Montag Stiftung Urbane Räume: Antje Eickhoff (Dipl.-Ing. Raumplanung) ist zuständig für die Themen der Neuen Nachbarschaft, Initialkapital und Quartiersentwicklung. Sie bringt Erfahrungen aus dem Quartiersmanagement und aus der Stadterneuerung in Köln, Bonn, Düsseldorf und Bergheim mit und ist als Fachkraft für barrierefreies Bauen ausgebildet.