Werkstatt Neue Nachbarschaft in Mönchengladbach - Foto Janet Sinica©hauptwegnebenwege/js

Werkstatt Neue Nachbarschaft in Mönchengladbach - Foto Janet Sinica©hauptwegnebenwege/js

Pilotstudie zum Potenzial von Nachbarschaften im Auftrag des VHW erschienen

Der Bundesverband für Wohnen und Stadtentwicklung e.V. hat sich die Frage gestellt, welche Potenziale postmoderne Nachbarschaften für die Stadtentwicklung im Quartier bringen. Auslöser dafür waren wachsenden Initiativen der „Neuen und bestehenden Nachbarschaft“ in den letzten Jahren und der neue Focus der Stadtentwickler auf das Quartier und damit darauf, wer denn hier das Engagement und die Beteiligung steuern kann.

Antworten darauf hat Professor Matthias Drilling mit seinem Team vom Institut Sozialplanung, Organisationaler Wandel und Stadtentwicklung ISOS gesucht. Die Pilotstudie „Potenziale postmoderner Nachbarschaften“  analysiert wissenschaftlich theoretisch und mit praktischen Interviews von Akteuren aus unterschiedlichster Ebenen in drei Berliner Quartieren. Sie kommt zu dem Ergebnis, dass es in einer weiteren Annäherung an das „Phänomen Nachbarschaft“ einerseits einer lebensweltlichen Perspektive bedarf, die Wissen darüber generiert, wie sich Nachbarschaften formieren, wie sie auf veränderte Kontextbedingungen reagieren und welche Bedeutungen Nachbarschaft für die dort lebenden Menschen hat. Nachbarschaft sollte eher als ein umfassendes Konzept anstelle einer reinen Programmatik verstanden werden. Ein wissenschaftlich fundierter Analyserahmen, der für Forschung, professionelle Praxis und lebensweltliche Identifikationen eine gemeinsame Orientierung gibt, müsste dafür zunächst entwickelt werden.

Zum Einstieg ins Thema und für alle, die eine wissenschaftliche Basis zum Thema Nachbarschaft suchen ist diese Studie dennoch ein Fundus. Hier als download.

 

 

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Antje Eickhoff Team Neue Nachbarschaft der Montag Stiftung Urbane Räume: Antje Eickhoff (Dipl.-Ing. Raumplanung) ist zuständig für die Themen der Neuen Nachbarschaft, Initialkapital und Quartiersentwicklung. Sie bringt Erfahrungen aus dem Quartiersmanagement und aus der Stadterneuerung in Köln, Bonn, Düsseldorf und Bergheim mit und ist als Fachkraft für barrierefreies Bauen ausgebildet.