Foto: Wolfgang Schneider © Tapetenwerk

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Modellprojekte für eine niedrigschwellige Instandsetzung brachliegender Industrieanlagen für die Kreativwirtschaft gesucht

Beim Aufruf „Auf dem Weg zur kreativen Produktionsstätte“ suchen rb Architekten aus Leipzig im Auftrag der Forschungsinitiative Zukunft Bau des Bundesinstitutes für Bau-, Stadt- und Raumforschung bundesweit 10 Projekte, bei denen es darum geht, die gesammelten Erkenntnisse im Thema niedrigschwellige Instandsetzung praktisch anzuwenden. Eine gute Chance nicht nur fachlich gut betreut, sondern auch von anderen zu lernen und mit dem eigenen Projekt bekannter zu werden!

Die Begleitforschung Forschungsinitiative „Zukunft Bau“ des BBSR/BMUB und SMI Sachsen arbeitet seit 2013 zum Thema „Niedrigschwellige Instandsetzung brachliegender Industrieanlagen für die Kreativwirtschaft“. Im Mittelpunkt des Gesamtprojekt stehen zwei bekannte Probleme, die sich immer weiter zuspitzen: Zum einen der anhaltende Leerstand und Verfall historischer Industrie- und Gewerbebrachen, die aufgrund ihrer Fläche und Bauweise als problematisch gelten und deren mögliche museale Nutzung durchaus attraktiv, aber auch kostenintensiv sein kann, und zum anderen der zunehmende Mangel an passendem Arbeitsraum für den jungen und rasant wachsenden Cluster der sogenannten „Kreativwirtschaft“.

Vor diesem Hintergrund wurden im ersten Teil des Forschungsprojekts Best-Practice-Beispiele kreativ aktivierter Industriebrachen allgemein analysiert und ihre ökonomischen, ökologischen und stadträumlichen Faktoren ausgewertet und bewertet. Im zweiten Teil lag der Fokus auf dem Gebauten bzw. dem Raum. Die Untersuchungen wurden bis zum einzelnen Bauteil wie Wand, Decke, Fenster geführt und als bauliche Grundlagen in einem Bauteilkatalog Niedrigschwellige Instandsetzung zusammengestellt. Der dritte Teil als aktive Begleitforschung soll das Großprojekt folgerichtig abschließen und nach den materiellen Faktoren die Akteure selbst in den Mittelpunkt stellen.

GESUCHT WERDEN für eine fachliche und praxisorientierte Begleitung PROJEKTE DER NIEDRIGSCHWELLIGEN FABRIKAKTIVIERUNG auf dem Weg ZUR KREATIVEN PRODUKTIONSSTÄTTE Projekte, die die folgenden Bedingungen erfüllen:

  • Die Projekte sollen bereits aktiv sein bzw. sich im Prozess der Entwicklung befinden
  • Die Projekte sollen über geeignete und rechtlich mittels Eigentum, Pacht etc. gesicherte Räume und/oder Gebäude der Industriekultur verfügen bzw. dies nachweislich anstreben.
  • Die Akteure sollen der Kultur- und Kreativwirtschaft angehören bzw. diese als potentielle Nutzer unterstützen.
  • Die Projekte sollen eine nachhaltige Ausstrahlung auf das Umfeld, die Nachbarschaft, den Ortsteil, die Region haben bzw. nachweislich anstreben.

Vorzugsweise sollen Initiativen aus dem ländlichen und städtischen Raum außerhalb der Metropolen einbezogen werden.

Bewerben könnt Ihr Euch hier noch bis Ende August. Wir wünschen viel Erfolg!

Autor/en

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Antje Eickhoff Team Neue Nachbarschaft der Montag Stiftung Urbane Räume: Antje Eickhoff (Dipl.-Ing. Raumplanung) ist zuständig für die Themen der Neuen Nachbarschaft, Initialkapital und Quartiersentwicklung. Sie bringt Erfahrungen aus dem Quartiersmanagement und aus der Stadterneuerung in Köln, Bonn, Düsseldorf und Bergheim mit und ist als Fachkraft für barrierefreies Bauen ausgebildet.