Foto: Thomas Puschmann

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BBSR schreibt Begleitforschung zu Immovielien aus!

Das BBSR hat eine städtebauliche Begleitforschung zum Thema „gemeinwohlorientierte Initiativen in der Quartiersentwicklung“ ausgeschrieben. Das Forschungsvorhaben soll die Bedeutung von selbst verwalteten Einrichtungen für die Quartiersentwicklung in benachteiligten Stadtquartieren untersuchen und ihre Rolle in und die Teilhabemöglichkeiten an der Städtebauförderung herausarbeiten. Ein Thema, das auf dem Konvent „Immobilien für viele“ im November 2016 aufkam und im Netzwerk Immovielien weiterverfolgt wird. Wir sind sehr gespannt auf das Forschungsergebnis!

Abgabefrist ist der 20. Juli 2017. Gefragt sind bei den Bewerberbüros umfangreiche Kenntnisse: sozialwissenschaftliche, juristische und wirtschaftswissenschaftliche und auch Erfahrungen im Thema benachteiligte Stadtquartiere und Städtebauförderung sowie mit Forschungsaufträgen und Veröffentlichungen mit Fokus auf zivilem Engagement und Bürgerinitiativen. Auch Erfahrungen bei der Erstellung öffentlichkeitswirksamer Broschüren müssen vorgewiesen werden.

Zentrale Forschungsfragen sind:

  1. Was ist Gemeinwohl im Zusammenhang mit Initiativen zur Quartiersentwicklung? Bei welchen Handlungsfeldern / Aufgaben liegt derzeit der Fokus der Initiativen und wie werden die Ziele hierfür ausgehandelt? Wie wurden diese bisher erreicht? Und welche Kritik gibt es?
  2. Was leisten gemeinwohlorientierte Initiativen für Nachbarschaften insbesondere in Bezug auf Partizipation, Aktivierung und nachhaltiger Verankerung zur sozialen Quartiersentwicklung? Welche Akteure engagieren sich? Wen und wie viele erreichen sie? Was leisten sie beim Aufbau / Weiterentwicklung sozialer Infrastrukturen?
  3. Welchen Anteil haben gemeinwohlorientierte Immobilienprojekte an der Entwicklung von Quartieren? Schaffen sie Innovationen, beispielsweise in Bezug auf neue Formen des Arbeitens und Zusammenlebens? Was sind die Folgen der neuen Schnittstellen zwischen Wohnungswirtschaft, Initiativen und Verwaltung?
  4. In welcher Rechts- und Organisationsform agieren sie? Wie finanzieren sie sich? Auf welche staatliche und zivilgesellschaftliche Unterstützung greifen die Initiativen zurück?
  5. Inwieweit gelingt ihnen die Kooperation mit den Kommunen? Und umgekehrt, werden sie von Kommunen in die Stadtentwicklung bzw. in die integrierte n Stadtentwicklungskonzepte eingebunden? Partizipieren sie an den Förderinstrumenten der Städtebauförderung?
  6. Was brauchen gemeinwohlorientierte Initiativen? Wo liegen Hemmnisse, wo förderliche Bedingungen beim Aufbau sozialer Infrastruktur durch gemeinwohlorientierte Initiativen? Welche Rahmenbedingungen müssen ggf. verbessert werden, z. B. bei der Inanspruchnahme von Förderinstrumenten der Städtebauförderung? Wie partizipieren sie an der Städtebauförderung? Welche spezifischen Unterstützungs- und Beratungsangebote brauchen sie? Welche Hebelpunkte gibt es dafür?

Alle Infos, Ausschreibungsunterlagen etc. findet Ihr hier.

Autor/en

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Kristin Gehm Seit der ersten Stunde der Montag Stiftung Urbane Räume 2006 ist Kristin Gehm mit an Bord. Erst zum Thema Pädagogische Architektur tätig, ist sie seit 2014 ein Teil des Teams Neue Nachbarschaft. Sie hat in Nürnberg Architektur und in Bamberg Denkmalpflege studiert, bevor sie 2004 in Dortmund im Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung ihr Berufsleben begonnen hat.