Logo: © Deutsche UNESCO-Kommission

Logo: © Deutsche UNESCO-Kommission

Vorschläge für Immaterielles Kulturerbe in und aus Deutschland gesucht

Gemeinschaften, Gruppen und Einzelpersonen können sich zwischen dem 1. April und 30. Oktober mit ihrer Kulturtradition oder Wissensform für die Aufnahme in das Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes bewerben. Zum Immateriellen Kulturerbe zählen lebendige Traditionen aus den Bereichen Tanz, Theater, Musik, mündliche Überlieferungen, Naturwissen und Handwerkstechniken. Auch die Genossenschaftsidee ist aufgenommen. Besonders willkommen sind Vorschläge, die die Vielfalt heutiger Stadtgesellschaften abbilden!

Die Aufnahme in das Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes ist eine öffentlich sichtbare Anerkennung der kulturellen Ausdrucksform und ihrer Träger. Mit der Aufnahme ist keinerlei finanzielle Unterstützung verbunden.

Eine kulturelle Ausdrucksform muss Identität stiften und Zugehörigkeit vermitteln. Das mit ihr verbundene Wissen und Können muss über längere Zeit weitergegeben werden und sich immer wieder neu entwickeln können. Zudem muss die Mitwirkung an der Kulturform grundsätzlich für alle offen sein. Wirtschaftliche Interessen dürfen nicht im Vordergrund stehen. (Die Auflistung aller Kriterien findet Ihr hier.) 68 Kulturformen und vier Erhaltungsprogramme Immateriellen Kulturerbes sind aktuell im bundesweiten Verzeichnis eingetragen.

Das passt doch gut zu Immovielien! Habt ihr eine Idee? Sollen wir die „Neue Nachbarschaft“ anmelden? Hier könnt Ihr alles zum Aufnahme- und Bewerbungsverfahren erfahren.

Hintergrundinformationen zum Immateriellen Kulturerbe: Seit 2003 unterstützt die UNESCO den Schutz, die Dokumentation und den Erhalt dieser Kulturformen. Das Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes soll die Vielfalt an kulturellen Ausdrucksformen in Deutschland abbilden. Einzelne Elemente aus diesem Verzeichnis können für eine von drei UNESCO-Listen des Immateriellen Kulturerbes vorgeschlagen werden. 429 Bräuche, Darstellungskünste, Handwerkstechniken und Naturwissen aus aller Welt werden derzeit auf diesen Listen geführt, darunter die Genossenschaftsidee und -praxis aus Deutschland!

 

 

Autor/en

avatar

Kristin Gehm Seit der ersten Stunde der Montag Stiftung Urbane Räume 2006 ist Kristin Gehm mit an Bord. Erst zum Thema Pädagogische Architektur tätig, ist sie seit 2014 ein Teil des Teams Neue Nachbarschaft. Sie hat in Nürnberg Architektur und in Bamberg Denkmalpflege studiert, bevor sie 2004 in Dortmund im Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung ihr Berufsleben begonnen hat.