Foto: cl/ photocase

Foto: cl/ photocase

Die Finanzierung zivilgesellschaftlicher Projekte

Eine Broschüre der Stiftung trias für Immovielienmacher und alle, die gemeinsam investieren wollen. Projekte gemeinsam finanzieren – was sich erst mal einfach anhört, kann schnell zum unerlaubten Bankgeschäft werden. Sie bietet eine lehrreiche Aufschlüsselung von dem was geht, wie es geht und was zu vermeiden ist.

Das Einsammeln fremder rückzahlbarer Gelder stellt grundsätzlich ein unerlaubtes Bankgeschäft dar. Eine Hürde die aber so manches Projekt von Mietshäusersyndikat über Bürgergenossenschaften oder Leih- und Schenkgemeinschaften gemeistert haben. Wie das Umschiffen von Klippen des Unerlaubten funktioniert, zeigt diese Schritt für Schritt Arbeitshilfe zur Immobilienfinanzierung – sei es Kultureinrichtung, Dorfladen oder Bürgerbad.

So wird die Projektplanung mit Immobilienfinanzierung im ersten Teil thematisiert und hierfür Fragen der Planung und Organisation sowie der Finanzbeschaffung breit erörtert.

Im zweiten Teil erläutern die Autoren Expertenwissen. Vom Kleinanlegerschutzgesetz über Kreditwesengesetz oder Vermögensanlagegesetz u.v.a wird Notwendiges für Projektmacher zusammengefasst. Wir unterstützen ihre Forderung, die Finanzierung von Projekten des zivilgesellschaftlichen Engagements aus den Regulierungen für den grauen Kapitalmarkt herauszulösen. Es braucht eigene, klar verständliche Regeln. Nur so können Initiativen ihr Vorhaben mit Schwung angehen ohne sich zunächst an Regulierungswerken und Gesetzen abarbeiten zu müssen.

Zahlreiche Praxisbeispiele zeigen, dass Finanzierungen von vielen auf unterschiedlichen kreativen Wegen legal möglich sind. So vermittelt diese Broschüre neben detailliertem Fachwissen vor allem auch die Überzeugung, sich nicht einschüchtern zu lassen, auch wenn man weder Bänker noch Rechtsanwälte im Projekt vereint hat. Denn es gilt auch für die Finanzierbarkeit der Projekte: guter Rat kann und muss an der notwendigen Stelle eingekauft werden. Um nicht von Anfang an auf dem Holzweg zu sein, sollte das Organigramm „Der Weg zum Erlaubten“ in der Buchmitte für das eigene Projekt durchgearbeitet werden.

Diese spannende und motivierende Broschüre ist also ein Muss für alle Projekte. Zu beziehen bei der Stiftung trias.

Autor/en

avatar

Antje Eickhoff Team Neue Nachbarschaft der Montag Stiftung Urbane Räume: Antje Eickhoff (Dipl.-Ing. Raumplanung) ist zuständig für die Themen der Neuen Nachbarschaft, Initialkapital und Quartiersentwicklung. Sie bringt Erfahrungen aus dem Quartiersmanagement und aus der Stadterneuerung in Köln, Bonn, Düsseldorf und Bergheim mit und ist als Fachkraft für barrierefreies Bauen ausgebildet.