Foto: Ulrike Bez

Foto: Ulrike Bez

Wer wagt beginnt – ein Film über Gemeinsinn und Selbstverwaltung

„Gemeinsam den Traum vom Dorf in der Stadt verwirklichen, dem Kapitalismus ein Schnippchen schlagen und die paar Kröten, die wir haben, dem Mietmarkt und der Spekulation entziehen“ – so steht es auf dem Filmcover und beschreibt kurz und bündig das, worum es in dem Dokumentarfilm „wer wagt beginnt“ geht.

Portraitiert werden rund 100 Menschen, die sich vor sechs Jahren gemeinsam auf den Weg machten, um ihre Utopie von gemeinsamem Wohnen zu verwirklichen, und das in einer Großstadt wie München. Aber sogar hier – oder vielleicht gerade hier – machen sich mutige Menschen auf, um gemeinsam Neues zu wagen. Neues für mehr Gemeinschaft. Uli Bez, eine der mutigen Projektbeteiligten, ist von Anfang an mit der Kamera dabei.

Was entstanden ist heißt wagnis 4, befindet sich auf einem sehr attraktiven Grundstück in Schwabing, direkt am Olympiapark und ist das vierte Projekt der Münchner Wohnbaugenossenschaft wagnis eG. Das Projekt wagnis 4 besteht aus insgesamt drei Häusern mit 53 Wohnungen, Café, Laden, Spielplatz, Pflegestützpunkt, Gemeinschaftsgarten. Hier wird zusammen gelebt aber man kann sich auch zurückziehen. Hier kann man alt werden und das zu erschwinglichen Mieten.

Jeder Bewohner hat eine Einlage in die Genossenschaft bezahlt und ist sowohl Mieter als auch Miteigentümer im eigenen Haus. Alles gehört allen, auf Lebenszeit. Wer dennoch ausziehen will, bekommt seine Einlage zurück. Mieten und Nebenkosten sind dank ökologischer Bauweise und der vielen Eigenleistungen vergleichsweise günstig.

Der Film zeigt in 85 min den Prozess von den ersten Planungsgesprächen über das Bauen bis zum Einzug. Neben der Erfolgsgeschichte werden auch die Hürden, die zu bewältigen waren gezeigt. Der Film soll anderen Mut machen, ihre eigene Utopie zu verwirklichen – ein Versuch ist es wert!


Wenn Ihr mal reinklicken wollt:
Trailer & Filmausschnitte sowie Trailer auf youtube

Die Filmemacherin Uli Bez kommt gerne auf Einladung mit ihrem Film zu Euch: ulrike@bezmedien.com
Die DVD ist hier erhältlich

Artikel dazu SZ vom 4.7.2016

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Kristin Gehm Seit der ersten Stunde der Montag Stiftung Urbane Räume 2006 ist Kristin Gehm (*1977) mit an Bord. Erst zum Thema Pädagogische Architektur tätig, ist sie seit 2014 ein Teil des Teams Neue Nachbarschaft. Sie hat in Nürnberg Architektur und in Bamberg Denkmalpflege studiert, bevor sie 2004 in Dortmund im Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung begonnen hat.