Grafik: HauptwegNebenwege / Fred Fuchs

Grafik: HauptwegNebenwege / Fred Fuchs

Vereine & Finanzamt

Viele Immovielien-Projekte entscheiden sich dazu, einen Verein zu gründen. Die Gesellschaftsform ist schnell und einfach gegründet und mit der Gemeinnützigkeit winken steuerliche Vorteile. Doch sie bringt auch Beschränkungen mit, die nicht für jede Initiative tragbar sind. Eine Broschüre des Finanzministeriums Rheinland-Pfalz zeigt übersichtlich und mit einfachen Grafiken, welche Regelungen im Vereinswesen gelten.

Ein Verein ist oft die erste Gesellschaftsform, für die sich eine Initiative bewusst entscheidet. Aber Verein ist nicht gleich Verein. Die Unterschiede betreffen die Art und Weise, wie er wirtschaftet(wirtschaftlicher oder ideeller Verein), wie die Haftungsfrage geregelt ist (rechtsfähiger oder nichtrechtsfähiger Verein) und schließlich, ob der Verein gemeinnützig ist oder nicht. Vieles hängt davon ab, was sich die Gründungsmitglieder in ihre Satzung schreiben. Hier legen sie die Vereinszwecke fest. Und die Möglichkeiten zu beschreiben, was man gemeinsam erreichen will, sind prinzipiell unbegrenzt.

Bei den meisten Initiativen locken wohl die steuerlichen Vorteile des gemeinnützigen Vereins. Aber nur 25 Zwecke können überhaupt als gemeinnützig anerkannt werden (§52 AO). Nachbarschaftsvereine zählen nicht dazu!

Die Broschüre Steuertipp gemeinnützige Vereine enthält Hinweise, wie Sie in Ihrer Satzung Ihre Zwecke formulieren können, ohne die Aussicht auf Anerkennung der Gemeinnützigkeit von vornherein auszuschließen. Sie erklärt auch, in welchem Verhältnis Vermögensverwaltung, Wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb, Zweckbetrieb und ideeller Bereich stehen.

Auch wenn Sie einfach nur wissen wollen, was man steuerlich beachten muss, wenn man Geld mit einem Café oder durch Raummieten einnehmen will, sollten Sie auch auf jeden Fall einen Blick in das Heft werfen. Dort finden Sie Erklärungen zu den Steuern, die Ihr Verein zahlen muss, wie Sie Spenden angeben müssen und vieles mehr.


Die Broschüre Steuertipp gemeinnützige Vereine ist beim Bayrischen Finanzministerium erhältlich.

 


Verlinkungen auf 9. Auflage aus 2014 aktualisiert.

Verlinkung auf aktuellere Ausgabe Bayrisches Finanzamt aktualisiert 25.05.16 ae

Autor/en

avatar

Marcus Paul Marcus Paul (* 1980) war von 2009-2016 Mitarbeiter der Montag Stiftung Urbane Räume. Nun ist er bei Startklar! Projektkommunikation und kümmert sich um Projekte im Landesprogramm "Initiative ergreifen". Seit 2015 baut er in Halle (Saale) ein neues Projekt im Programm "Initialkapital für eine chancengerechte Stadtteilentwicklung" auf. 2012-2015 verantwortete er die Entwicklung des Programms Neue Nachbarschaft. Marcus Paul studierte Architektur/Städtebau und Elektrotechnik an der RWTH Aachen. Nach seinem Studium arbeitete er in verschiedenen Architekturbüros in Aachen und Köln.