Prof. Dr. phil. Roland Roth, Hochschule Magdeburg-Stendal (FH). Foto: Bastian EhlProf. Dr. phil. Roland Roth, Hochschule Magdeburg-Stendal (FH). Foto: Bastian Ehl

Bürgermacht – Stadtentwicklung von unten, 24. Oktober, 19.00 Uhr

Nur das Wissen und das Engagement der Vielen macht unsere Gesellschaft zukunftsfähig. Das Unbehagen an der politischen Alltagspraxis ist weit verbreitet. Zugleich aber engagieren sich Bürgerinnen und Bürger mehr denn je in Initiativen und Projekten – überall dort, wo sie den Eindruck haben, Gesellschaft wenigstens im Kleinen mitgestalten zu können. Was muss sich ändern, damit aus Konfrontation mehr Kooperation wird?

24. Oktober, 19.00 Uhr – Vortrag und Diskussion im Haus der Evangelischen Kirche, Adenauerallee 37, Bonn

Gemeinsam mit der VHS Bonn laden wir Sie am 24. Oktober ab 19.00 Uhr zu einem Diskussionsabend ein. Roland Roth, Autor des Buchs Bürgermacht. Eine Streitschrift für mehr Partizipation, diskutiert mit drei erfolgreichen Nachbarschaftsinitiativen die Möglichkeiten und Grenzen bürgerschaftlichen Engagements:

  • Kristina Sassenscheidt, Gängeviertel e.V., Hamburg – Die Initiative setzt sich seit 2009 für ihr Viertel in der Hamburger Innenstadt ein. Sie rettete es vor Verfall und Abriss und will dort einen Ort schaffen, an dem alle willkommen sind.
  • Christian Peschke, beroma eG, Solingen – Die Genossenschaft ist aus einem Bürgerverein hervorgegangen. Seit 2009 betreibt sie einen Nachbarschaftsladen und kümmert sich um die Nahversorgung ihres Stadtteils.
  • Christina Weiß, Lindenauer Stadtteilverein e.V., Leipzig – Der Verein treibt die Entwicklung des Leipziger Stadtteils Lindenau seit Jahren voran, indem er Projekte iniitiert und auf eigene Beine stellt.

Anmeldung und Teilnahmegebühr

Der Eintritt ist frei. Wegen begrenzter Sitzplätze möchten wir Ihnen eine Anmeldung bei der VHS Bonn nahelegen. Für die Anreise empfehlen wir Ihnen die öffentlichen Verkehrsmittel. Es gibt keine Parkmöglichkeiten.


Roland Roth plädiert für eine strukturelle Veränderung des politischen Systems zu einer Bürger- und Alltagsdemokratie. Seiner Meinung nach muss die Politik bereit sein, die Kompetenzen der Bürgerinnen und Bürger anzuerkennen und Macht zu teilen. Umgekehrt müssen die Bürgerinnen und Bürger selbstbewusst neue Wege der Mitgestaltung einfordern. Roland Roth ist Professor für Politikwissenschaft am Fachbereich Sozial- und Gesundheitswesen der Hochschule Magdeburg-Stendal. Er arbeitete außerdem an der University of California, am Wissenschaftszentrum Berlin und an der Universität Wien. Roth war sachverständiges Mitglied der Enquete-Kommission des Bundestages „Zukunft des bürgerschaftlichen Engagements“. Sein wissenschaftliches und politisches Interesse gilt den Themenfeldern Demokratie, soziale Bewegungen, Integration, Bürger- und Menschenrechte. Roth gehört zu den Gründern des Komitees für Grundrechte und Demokratie. Des Weiteren ist er Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat von Attac.

Autor/en

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Marcus Paul vom Team Neue Nachbarschaft der Montag Stiftung Urbane Räume.


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